Drei neue Ortsheimatpfleger im Olsberger Stadtgebiet

Ortsheimatpfleger10Wer sich für Heimatgeschichte interessiert, ist keineswegs „von gestern“: „Ohne zu wissen, was früher war, kann man keine Zukunft gestalten“, so Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer. Das, „was früher war“ in der Stadt Olsberg und ihren Orten, ist „Spezialität“ der Ortsheimatpfleger. Jetzt trafen sie sich im Rathaus, um sich über aktuelle Fragen auszutauschen – und auch, um einige „Neue“ in ihren Reihen zu begrüßen.
Gleich drei neue Ortsheimatpfleger konnte Bürgermeister Wolfgang Fischer in ihr (Ehren-)Amt einführen. In Wiemeringhausen rückt Michael Frese für Karl Joch nach; in Antfeld übernimmt Ralf Spiekermann die Aufgabe von Josef Gödde und als Ortsheimatpfleger für Olsberg löst Nikolaus Göddeke seinen Vorgänger Hans-Otto Bathen ab. Bürgermeister Fischer würdigte die Bereitschaft, an solch zentraler Stelle für „Geschichte vor Ort“ Verantwortung zu übernehmen – und dankte gleichzeitig den ausgeschiedenen Ortsheimatpflegern für ihr teils langjähriges Engagement.
Als Ortsheimatpflegerin von Elleringhausen ausgeschieden ist zudem Ursula Balkenhol. Sie hatte die Aufgabe von 2004 bis 2017 inne und will sich nun auf ihre Tätigkeit als Stadtheimatpflegerin und Vorsitzende des OIsberger Heimatbundes konzentrieren. „Ursula Balkenhol stellt mit dieser Aufgabe ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Heimatbund und den Ortsheimatpflegern dar“, würdigte Wolfgang Fischer den Einsatz der engagierten Heimatfreundin.
Eine Aufgabe, der sich die Ortsheimatpfleger im Stadtgebiet nun widmen werden: In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wird die Liste der Kulturgüter in der Stadt Olsberg aktualisiert. In den 1980-er und 90-er Jahren wurde diese Aufstellung gemeinsam mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Oberer Denkmalbehörde erarbeitet – rund 100 Objekte sind seitdem unter Schutz gestellt. Bei der weiteren Arbeit an der Liste der Kulturgüter werden die Ortsheimatpfleger die Stadtverwaltung unterstützen; zum Beispiel, indem sie – wo vorhanden – Informationen zu den entsprechenden Objekten liefern. Zudem richten der Olsberger Heimatbund und die Ortsheimatpfleger am 30. September erstmals einen „Tag der offenen Kapellen“ aus. Insgesamt sollen dann neun Kapellen geöffnet und beschrieben werden.
Die Aufgaben eines Ortsheimatpflegers sind vielfältig. Unter anderem gehören dazu die Bereiche Natur und Landschaft, Ortsgeschichte, Boden- und Baudenkmalpflege, Baupflege, Volkskunde, Schrifttum, niederdeutsche Sprachpflege sowie die Jugendarbeit  und Zusammenarbeit mit Schulen. Wichtig ist auch die Kontaktpflege: Der Ortsheimatpfleger soll neben diesen Aufgaben mit allen in seinem Bereich tätigen Heimatpflegern, Heimatvereinen und sonstigen Personen und Organisationen auf dem Gebiet der Heimatpflege zusammenarbeiten.
Das vielfältige heimatgeschichtliche Engagement mache deutlich, dass Heimatgeschichte nichts „Totes“ sei, unterstreicht Bürgermeister Wolfgang Fischer. In den entsprechenden Netzwerken vor Ort nehmen die Ortsheimatpfleger eine zentrale Stelle ein. Gleichzeitig müsse es ein Anliegen aller Akteure sein, diesen Einsatz langfristig zu erhalten. Wolfgang Fischer: „Es sind keine alten Dinge für alte Leute - es muss uns gelingen, junge Leute zu begeistern.“

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Engagierte Experten für die „Geschichte vor Ort“: Die Ortsheimatpfleger im Olsberger Stadtgebiet trafen sich jetzt im Rathaus mit dem Team der Stadtverwaltung und Bürgermeister Wolfgang Fischer.
Foto: Stadt Olsberg

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