Caritas Brilon reagiert auf Corona-Krise

Altkreis Brilon. Das Coronavirus hat nun Deutschland – auch unsere Heimatregion – fest im Griff. Der Caritasverband Brilon ist mit seinen mehr als 1.150 Mitarbeitenden, die sich in den 54 Diensten und Einrichtungen um Menschen in Not- und Hilfesituationen kümmern, extrem gefordert. „Wir mussten in den vergangenen Tagen neue Regelungen treffen und offiziellen Erlassen folgen und diese umsetzen“,
sagt Caritas-Vorstand Heinz-Georg Eirund und betont in einem Atemzug: „Dabei behalten wir die Menschen im Blick. Wir wollen die uns anvertrauten Menschen als auch unsere Mitarbeitenden schützen – ebenso die Allgemeinheit, also uns Bürgerinnen und Bürger, Jüngere wie Ältere. Wir geben aufeinander Acht.“
Aufeinander Acht geben, bedeutet in diesen Tagen auch immer besonders achtsam zu sein. Um die Infektionsgefahr zu reduzieren, wurden in Einrichtungen und Diensten Besucherregelungen, Öffnungszeiten und Kommunikationswege geändert. Regelungen, die notwendig sind: Täglich haben die Caritas-Mitarbeitenden Kontakt zu durchschnittlich 5.000 Bürgern, die Rat und Hilfe suchen. Normalerweise. Aus Sicherheitsgründen sind die Kontakte reduziert. „Dennoch tun wir alles, um die Angebote möglichst aufrechtzuerhalten“, betont Vorstand Eirund. Die medizinische Versorgung von älteren, kranken und Menschen mit Behinderung in den Seniorenzentren und Wohnhäusern sowie durch die Sozialstationen hat dabei natürlich höchste Priorität. 
Neben dem körperlichen Wohl wird die Caritas, soweit wie in der aktuellen Krisensituation möglich, auch das seelische Wohlbefinden der Menschen im Blick behalten. Konkret geht es um die Ansprache von Menschen, die alleine leben – so wie viele Senioren in ihren Wohnungen. Viele werden dabei durch das Angebot der Alltagsbegleitung in Form von Betreuung und hauswirtschaftlichen Hilfen unterstützt. „Solche Sozialkontakte wollen wir, so lange wie es möglich und vertretbar ist, aufrechterhalten“, betont Vorstand Eirund. Soziale Ansprache benötigen auch Menschen mit Behinderung, die in eigenen Wohnungen leben und vom Ambulant Betreuten Wohnen begleitet werden. Mit der Schließung der Caritas-Werkstätten St. Martin am Dienstag müssen sich die 670 Beschäftigten einer neuen Alltagsstruktur stellen. Diese Umstellung kann schnell Unsicherheit, gleichsam Einsamkeit in sich bergen. In den Caritas-Wohnhäusern mit 170 Plätzen kann dieses jetzt aufgefangen werden. Mit Blick auf die Dienstgemeinschaft betont Eirund: „Trotz der Krise und die daran gebundene Unsicherheit ist die Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden unglaublich hoch. Dafür bin ich sehr dankbar und auch stolz.“

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