Verkauf der alten Volksschule in Bigge: Bürgermeister rudert zurück

grundschule bigge ogs2 thumbBigge. Nach einer ausführlichen und sachliche Diskussion empfiehlt der Ausschuss Bildung, Sport, Freizeit in seiner Sitzung am Mittwoch, 17.06.2020, dem Rat der Stadt Olsberg die Verwaltung zu beauftragen, den Prozess eines gemeinsamen und nachhaltigen Bildungs- und Raumkonzeptes für die drei Offenen Ganztagsschulen anzustoßen.
Zuvor legte Dr. Matthias Maluck, Sprecher der Bürgerinitiative „Bigge Aktiv“, mit aktuellen Schülerzahlen sowie der prognostizierten Entwicklung der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) in Bigge die Notwendigkeit des Erhaltens des vom Verkauf und Abriss bedrohten alten Volksschule/ Bildungswerkstatt dar: „Die Grundschule unterrichtet 182 Schüler, in der Betreuung sind 30 Schüler, 56 Schüler besuchen die OGS, 6 Schüler stehen auf der Warteliste und 6 Kinder aus der Betreuung wären gerne in der OGS, haben aber keinen Platz mehr. Die OGS-Quote liegt damit zurzeit in Bigge bei 37 Prozent –vor zwei Jahren waren es noch 18 Prozent. Konservativ gerechnet ist im Schuljahr 2025/26 mit einer Quote von mindestens 50 Prozent zu rechnen, ein Wert, den Bruchhausen schon heute fast erreicht hat. Gleichzeitig steigen die Schülerzahlen, wodurch ein Bedarf von mindestens 400 Quadratmetern entsteht – dass bei danach weiter steigender Tendenz (in den Städten liegt die Quote heute schon bei 70 bis 80 Prozent).“ Mit der Fläche wäre man allerdings trotzdem erst beim Prädikat „ausreichend“. Im Moment werden für die OGS 160 Quadratmeter genutzt. 600 Quadratmeter Fläche würden ersatzlos wegfallen, wenn das alte Schulgebäude abgerissen und das Grundstück veräußert würde. Nicht nur die Betreuungsräume würden wegfallen, sondern auch Toilettenanlagen. 
Abstimmung in der Ratssitzung
Der Ausschussvorsitzender Rudolf Przygoda zog das Fazit: „Fakten schaffen ist der schlechteste Weg, den werden wir nicht beschreiten.“ Bürgermeister Wolfgang Fischer bestätigte: „Der Schulstandort ist nicht gefährdet. Das dazu ein räumliches Konzept gehört wissen wir auch.“ 
Weiter ließ Fischer durchblicken, dass in der Sitzung des Rates am Donnerstag im nichtöffentlichen Teil über den Antrag eines Investors zum Erwerb eines Grundstückes abgestimmt und die Öffentlichkeit darüber kurzfristig informiert werde. Mehrheitlich besteht Einigkeit darüber, dass eine für alle Seiten vertretbare Lösung gefunden werden muss, für die nötige Erweiterung der Elisabeth Klinik, wie für die Betreuung in der Offenen Ganztagsgrundschule. 

Grundschule Bigge1
Über den Verkauf einer Teilfläche der St. Martinus-Grundschule Bigge soll in der Ratssitzung am Donnerstag abgestimmt werden.
Foto: Andreas Weller

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