Olsberg beschließt Förderung der Schüler und Schulen

Dass Bildung der Kommunalpolitik wichtig ist, zeigte sich bei drei Themen in der Sitzung im September 2020 des Olsberger Rates mit der noch „alten“ Besetzung. Wie Bürgermeister Wolfgang Fischer informierte, läuft der Antrag für digitale Endgeräte um einen optimalen Schulunterricht zu ermöglichen.
Für Schulen und Lehrpersonal sollen demnach bald 158 Laptops und iPads zur Verfügung stehen und für bedürftige Schüler, die aufgrund der finanziellen Verhältnisse des Elternhauses bislang nicht auf solche Endgeräte zugreifen konnten, sind 144 iPads beantragt. Den Eigenanteil von zehn Prozent für die Schülergeräte trägt die Kommune, 90 Prozent werden aus einem Förderprogramm vom Land übernommen. 
Für die Erneuerung der Beleuchtung in der Ballspielhalle, der Turnhalle an der Ruhrkampfbahn und der Turnhalle der Sekundarschule setzte sich der Rat einstimmig ein. Der Austausch der alten Röhren, die nicht mehr auf dem Stand der Technik sind, gegen neue LED Beleuchtung würde in diesem Jahr noch komplett gefördert (90 Prozent vom Bund und 10 Prozent vom Land). Da die Umrüstung voraussichtlich erst 2021 erfolgen kann, entstehen der Stadt Kosten durch den zehn Prozent Anteil in Höhe von 152.000 Euro. 
Nach der Vorlage des aktuellen Sachstandes zum pädagogischen Raumkonzept für die Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) kassierte Karl Heinz Weigand (Grüne) nach seiner erneuten Stellungnahme „keinen Verkauf ohne entsprechendes gefasstes Konzept für die OGS in Bigge“, eine deutliche Mahnung von Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Bitte zitieren Sie nicht falsch, es wird immer wieder suggeriert, es werde der Verkauf forciert. Richtig ist, die Verwaltung und der Bürgermeister wurden beauftragt mit der Klinik unter Berücksichtigung der schulischen Planung mit den Beteiligten ins Gespräch zu gehen. Nichts anderes tun wir. Es gibt keinen Verkauf, außer der Rat gibt dazu einen klaren Auftrag.“ Fischer erklärte weiter, dass erhebliche Summen für die Schulen in der Haushaltsplanung stehen. 
"Sind auf das erarbeitete Konzept gespannt"
Das Entwicklungsbüro „Schulhorizonte“ hat die ersten Erkenntnisse der Bestandsanalyse vorgelegt. Der Kurzbericht ist auf der Rathaus-Homepage der Stadt mit der Vorlage 092/2020 nachzulesen. Daraus ergibt sich für die Grundschulstandorte Bruchhausen und Olsberg kein größerer Handlungsbedarf, wenn die bestehenden Erweiterungspläne umgesetzt werden. Für die Martinusschule Bigge werde empfohlen, durch Beratung und Fortbildung weiter an einem Zukunftskonzept des integriert rhythmisierten Ganztags zu arbeiten. Weiter sei gebäudetechnisch und stadtplanerisch zu prüfen, welche Erweiterungsoptionen am Standort beziehungsweise welche Standortalternativen bestehen, da der Flächenmehrbedarf von rund 200 Quadratmeter mit den zu kleinen Räumlichkeiten des Bildungswerk-Hauses nicht gedeckt werden könne. Der erste Termin für einen halbtägigen Workshop ist der 30. Oktober. Bis dahin wird auch der ausführliche Bericht der Bestandsanalyse vorliegen. 
Jeannette Friedrich (CDU) begrüßte die externe Beratung und nahm als gewählte Elternvertreterin am ersten Treffen im September teil: „Das Büro hat alle Beteiligten mitgenommen. Das Konzept steht für 100 prozentige Betreuungsquote ohne Warteliste. Wir sind auf das erarbeitete Konzept gespannt.“ Als Wermutstropfen bleibt der Beschluss der Schließung des Teilstandort der Sekundarschule Bestwig-Olsberg in Bestwig aufgrund der stark zurückgehenden Schülerzahlen. Mit Ablauf des Schuljahres 2020/2021 erfolgt eine jahrgangsweise Auflösung. Spätestens ab dem Schuljahr 2024/2025 wird die Sekundarschule ausschließlich am Standort in Olsberg fortgeführt.

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Die OGS in Bigge.
Foto: Andreas Weller

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