August und Elisabeth Macke – Aus Briefen und Erinnerungen

artikelbild regionalesHochsauerlandkreis. Noch heute zeugen Briefe, die August und Elisabeth Macke sich geschrieben haben, von einer großen Liebe und Seelenverwandtschaft. Und dokumentieren gleichzeitig Mackes künstlerischen Werdegang. Das Sauerland-Museum lädt am Sonntag, 24. November 2019, zu einer Lesung aus Briefen des Paares ein. Die beiden Bonner Schauspieler Birte Schrein und Timo Berndt lassen die Zeilen mit ihrer Sprechkunst lebendig werden.
Ab 15 Uhr im Blauen Haus des Sauerland-Museums können Interessierte den Worten lauschen. Der Eintritt kostet 9 Euro an der Tageskasse oder 7 Euro (zzgl. Gebühren für Online-Tickets). Tickets sind online erhältlich unter www.sauerland-museum.de oder zu den Öffnungszeiten des Museums.
Mit 16 Jahren lernte August Macke die damals 15-jährige Elisabeth auf dem Schulweg kennen. Ein ganzes Jahr beobachteten die beiden sich wortlos aus der Ferne. Denn ohne einander vorgestellt zu werden, durfte ein junger Mann nicht einfach so eine Frau ansprechen, das sah die gesellschaftliche Etikette so vor. Nachdem Walter Gerhard, Elisabeths Bruder, die beiden Verliebten miteinander bekannt gemacht hatte, wurden sie schnell ein Paar. Stundenlang spazierten sie durch die Wälder, schwänzten die Schule, um sich heimlich zu treffen, lagen im Gras und träumten sich in eine gemeinsame Zukunft – August ein Künstler, Elisabeth immer an seiner Seite.
Nach einer vorehelichen Schwangerschaft willigte die Familie Gerhardt einer Hochzeit ein und so begann ganz standesgemäß das gemeinsame Leben am Tegernsee, in Bonn und in der Schweiz. Der Traum beider wurde wahr: zwei Kinder, gemeinsame Reisen, Künstlerfreunde, ein ereignisreiches Leben. Doch dann kam der Krieg und zerstörte alles.

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August Macke // Studie zum Porträt Elisabeth Macke mit Äpfeln, 1909
Foto: Privatbesitz (HSK)

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