Pluspunkt für die Bürger: Wandern durch die Natur

artikelbild regionalesBestwig. Frisches Grün, auf der einen Seite ein abwechslungsreicher Laubwald, auf der anderen die Ruhr: Der neue Weg, der die Hammecke bei Velmede weiter durch das „Sündenwäldchen“ bis zur Alfert bei Nuttlar verbindet, hat sich zu mehr als einem „Geheimtipp“ entwickelt. Wobei der vermeintlich neue Weg so „neu“ gar nicht ist. „Vor vielen Jahrzehnten muss es hier schon einmal einen Wirtschaftsweg gegeben haben“, erklärt Friedhelm Koch, Umwelt-Ingenieur der Gemeinde Bestwig. Die Gemeinde Bestwig hatte das Areal vor einigen Jahren erworben, um so weitere Renaturierungsmaßnahmen im Umfeld der Ruhr möglich zu machen.
Völlig überwucherter Weg wieder freigeschnitten
In Zusammenarbeit mit dem Regionalforstamt Soest-Sauerland hatte das Team des Bestwiger Bauhofs den völlig überwucherten Weg wieder freigeschnitten und neu angelegt. Entstanden ist so eine Wegeverbindung, die sich bei Einheimischen und Besuchern mittlerweile großer Beliebtheit erfreut. Friedhelm Koch: „Hier kann man wunderschöne Natur erleben.“
Dabei hat die Gemeinde Bestwig quasi „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“. „Ohne den Weg wäre Forstwirtschaft in diesem Bereich nicht möglich“, weiß Revierförster Michael Eilinghoff vom Regionalforstamt Soest-Sauerland. Und in dem Waldstück herrschte Handlungsbedarf: Aufgrund des Eschentriebsterbens waren viele Bäume nicht mehr standsicher.
„Ein gesunder Laubholzbestand“
Nach einer umfangreichen Durchforstung gebe es nun „einen gesunden Laubholzbestand, aus dem man einen guten Wald entwickeln kann“, so Michael Eilinghoff: „Der ist nicht nur ökologisch, sondern mittelfristig auch wirtschaftlich wertvoll.“
Die Neuanlage des Weges hat rund 25.000 Euro gekostet. Aufgrund der Nutzung als Forstwirtschaftsweg wurde das Projekt mit rund 12.000 Euro aus Mitteln des Landes NRW gefördert.
Attraktiv für Fußgänger, Radfahrer, Menschen mit Kinderwagen oder Rollator
Der große Pluspunkt für die Bürger: Mit dem neu angelegten Weg gibt es wieder eine Verbindung zwischen der Hammecke und der Alfert. Denn ein weiterer Weg, der unmittelbar am Ufer der Ruhr entlang führt, musste aus Sicherheitsgründen in einigen Abschnitten gesperrt werden. Auch, wenn der Weg perspektiv wieder gangbar gemacht werden soll: „Nun haben wir hier einen Ersatz, der sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer oder Menschen, die mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs sind, sehr attraktiv ist“, erläutert Friedhelm Koch: „Als Spazierweg wird die Strecke intensiv genutzt.“

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Präsentieren die neue Wegeverbindung von der Hammecke zur Alfert: (v.li.) Bauhof-Leiter Thomas Müller, Umwelt-Ingenieur Friedhelm Koch und Revierförster Michael Eilinghoff.
Foto: Gemeinde Bestwig

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