Mobilitätsstrategie für Südwestfalen in Aussicht

artikelbild regionalesSüdwestfalen. Das Land NRW begrüßt Vorhaben, Verkehrsministerium stellt Förderung in der REGIONALE 2025 in Aussicht – Gemeinsames Verständnis entwickeln. Welche nachhaltigen Perspektiven gibt es für Mobilität im ländlichen Raum in Südwestfalen? Das soll jetzt vertiefend betrachtet werden. Denn Südwestfalen soll eine eigene Mobilitätsstrategie erhalten.
Positive Signale gibt es schon jetzt aus der Landeshauptstadt: Das Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen stellt eine Förderung der Strategie in Aussicht und begrüßt ein solches Vorhaben, um die Region Südwestfalen weiter zu unterstützen. Bis Juli 2022 soll in der Region darüber in Gremien diskutiert und schließlich ein Förderantrag gestellt werden.
In Südwestfalen sind bereits vielfältige Mobilitäts-Projekte und Ansätze für eine bedarfsgerechte und möglichst nachhaltige Mobilität unterwegs – in den Kommunen, bei den Verkehrsbetrieben und den Projekten der REGIONALE 2025. Eine übergeordnete Strategie, die sämtliche Mobilitätsangebote und Verkehrsträger beinhaltet, fehlt jedoch bislang. Sie könnte aber dabei helfen, dass Maßnahmen Hand in Hand gehen, auf gemeinsame Ziele hinarbeiten und bestehende Angebots-Lücken erkannt und geschlossen werden. Das Land Nordrhein-Westfalen begrüßt die Idee einer gesamtsüdwestfälischen Mobilitätsstrategie ausdrücklich. Es gehe darum, gemeinsam für ein schnelles Vorankommen in der Region Südwestfalen zu sorgen, heißt es aus dem Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen zu der Idee.
Landrat Marco Voge: „Wir brauchen ein gemeinsames Verständnis“
„Die Situation auf der gesperrten Rahmedetalbrücke der A45 und den Umleitungsstrecken wirkt wie ein Katalysator für uns. Die Region hat viele Besonderheiten und ganz spezielle Anforderungen, die wir betrachten werden. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg, Mobilität der Zukunft neu zu denken“, sagte Marco Voge, Landrat des Märkischen Kreises und derzeit Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur. Gleichzeitig bedankte sich Voge bei der Landesregierung für die Unterstützung, die die weitere Zusammenarbeit im REGIONALE-Prozess stärke. „Nun haben wir die Gelegenheit, eine Gesamtstrategie aufzusetzen. Wir brauchen ein gemeinsames Verständnis, wie sich Mobilität in Südwestfalen in den kommenden Jahren entwickeln soll. Das planen wir in enger Abstimmung mit den Kreisen, den Städten und Gemeinden, Zweckverbänden und Organisationen. Auf einem gemeinsamen Konsens lassen sich wiederum neue und konkrete Projekte entwickeln. Darin sehe ich eine große Chance für die Region.“
Die Mobilitätsstrategie soll daher auch die angestoßenen Initiativen der IHKs zur Standortsicherung ergänzen und schon bestehenden lokalen Mobilitätsstrategien und -projekten einen Rahmen geben. In der Nachbarregion Ostwestfalen-Lippe wurde eine solche Strategie bereits erfolgreich erarbeitet und umgesetzt. Mit den Verantwortlichen in Ostwestfalen-Lippe und dem Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen steht die Südwestfalen Agentur im regelmäßigen Austausch.
Das Verkehrsministerium hatte in konstruktiven Gesprächen mit den Akteuren in Südwestfalen bereits seine klare Bereitschaft mitgeteilt, eine südwestfälische Mobilitätsstrategie in der REGIONALE 2025 fördern zu wollen und zu können. Ausreichend Mittel stünden zur Verfügung. Aus dem Ministerium heißt es: „Je früher ein Förderantrag zur Umsetzung der Mobilitätsstrategie vorliegt, umso schneller können notwendige Mittel zur Verfügung gestellt werden.“
Jetzt gilt es, mit diesem positiven Signal den Abstimmungsprozess in Südwestfalen zu organisieren. Denn ein entsprechender Förderantrag beim Verkehrsministerium müsste bis zum 01. Juli 2022 erfolgen.

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Ob Bus, Bahn, Auto, Rad, autonome, Sharing- und E-Angebote: die Mobilitätsstrategie für Südwestfalen soll ein gemeinsames Verständnis schaffen, wie sich Mobilität in den kommenden Jahren in Südwestfalen entwickeln soll.
Foto: NWL / Smilla Dankert

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